Sie haben ein Rennpferd
in den Streichelzoo gesetzt.

Tedda & Etu treffen sich an einem ganz normalen Herbsttag im Jahr 2021. Sie haben Studienabschlüsse, Auslandserfahrung, ein paar Schrammen von der Skatebahn des Leben, all das. Doch vor allem haben sie offene Augen, warme Herzen und einen Mut, der sie selbst verwundert. Und jetzt haben sie darüber hinaus sogar noch viel mehr:

Sie haben einander.
Zwei Köpfe für eine Idee.

Was sie treibt? Eine Note, einen Pinselstrich, eine Kamerafahrt und ein Wort zum besseren Ende für alle beitragen zu können. Denn mehr Hoffnung geht immer.

Sie sind keine Träumer, sie sind idealistische Realisten. Sie sehen die Liebe in der Welt und wollen sie nicht einfach herschenken. Nicht für zweifelhafte Sicherheit, nicht für die große Gleichmacherei, nicht mal für einen riesigen LCD-Fernseher. Sie meinen es ernst. Für Liebe, für eine Gerechtigkeit, die sich den Namen verdient, für Menschlichkeit sogar in den sozialen Medien und… für mehr Pommes Fritz! (😋)

Sie haben sich also viel vorgenommen. Mal schauen, wie sie’s anstellen…

ETU RAPOSO

„Hammer!! Lachen, weinen, tanzen, bangen, staunen, kribbeln, schreien, grooven, beten – zu all dem und mehr bringt mich dieses Lied“ (YouTube-Kommentar zum RENNPFERD, 2026).

Das hören Menschen in meiner Musik.

Und ich? Ich arbeite mit ihr gegen alle scheinbar unverhandelbaren Regeln der omnipräsenten Plattform-Wirklichkeiten. Schlicht, weil ich es muss. Das klingt anmaßend? Ist in der Praxis aber maximal hoffnungsvoll und phänomenal anstrengend.

Ich schreibe Musik für eine 12-köpfige Band und spiele (fast) alles selbst. Im Zeitalter von Spotifys Algorithmen arbeite ich über Jahre hinweg für meine Songs, und während überall die Aufmerksamkeitsspanne sinkt, öffnen meine Songs eine ungeahnte Hintertür im Raum-Zeit-Kontinuum, und 7 Minuten fühlen sich plötzlich an wie 3.

Ich könnte mir als One-Man-Band in keinem Club und keiner Kneipe der Welt ein Publikum erspielen, ich habe es Follower für Follower dem YouTube-Algorithmus abgerungen. Ein zäher Abnutzungkampf ist das (wie damals Gandalf gegen den Balrog in Moria). Ich bin oft verzweifelt an den zwingenden Regeln dieser brave new world im Jahre 2026. Aber ich werde immer wieder neu belohnt mit einer Community, die den Wert von wirklich jeder Note wertschätzt.

Was ich als Musiker gelernt habe?

Es geht nicht um Genres, es geht um Flüsse.
Es geht nicht um einen Beat, es geht um Meere voller Rhythmus.
Es geht nicht um lässige Harmonien, es geht um eine fühlbare Gezeitenwende.

Warum? This is The Artist’s Job.

Kommt mit mir, Freunde: Wir gehen tauchen!
Und steigen mit aller Lebendigkeit wieder empor.

TEDDA EFARÍE

Ein Blick aus dem Fenster: Rinde mit zart applaudierendem Blätterdach, glänzende Spiegel aus Wasserglas.

Schienen rattern bedächtig, unaufgeregt, während die Rocky Mountains vorbeiziehen.

Ich bin Anfang 20 und fahre mit dem Zug quer durch Kanada, Ost nach West. Es geht weiter, immer weiter. So war es mein ganzes Leben, so ist es auch in diesen Wochen. Ich bin immer auf dem Weg zur Stille in mir, auf dem Weg zum rätselhaften Kern der Dinge, der mir noch ein paar Jahre verborgen bleiben soll. Eines war aber schon immer da: Die Liebe zum Leben, die Liebe zum Leben in Bildern. Ohne diese Liebe, das habe ich früh gelernt, gibt es nichts.

Denn was ist das schon: Kunststudium, Studium der Fotografie, Medienproduktion, 3 Jobs gleichzeitig für ein Existenzminimum. Ich machte mir keine Illusionen: Die Brotlosigkeit meines Lebens machte genauso wenig Spaß, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Aber ich blieb bei mir, ich blieb ruhig, ich blieb beim Fokus auf das Wesentliche. Film, Fotografie, Worte, und alles mit Liebe.

Seit ich Etu gefunden habe, kann ich sagen: Es war schon immer gut so. Und was noch nicht gut war, wird es werden. An einem wundersamen Ort mit Spiegeln aus Wasser — dort werde ich eines Tages sein. Um mich herum wird es ruhig sein.

So wie in mir.

Der richtige Augenblick?
Ist immer da.

Allem Anfang wohnt ein Moment inne.

Eine kurze Entscheidung. Ein Lächeln. Ein Geistesblitz, per Eilpost im ganzen System zugestellt. Ein besiegter Zweifel. Die Luft ist klar, die Uhr öffnet sich.

Und was wir bisher „Zeit“ nannten, ist aufgehoben. Das ist der Augenblick der Wahrhaftigkeit.

Es gibt ihn nicht nur einmal und dann nie wieder. Es gibt ihn immerzu. Die alten Griechen gaben dem Kind deshalb den Namen „Kairos“: der günstige Moment, den man ergreifen kann, wenn man nicht wartet, bis er vorbeigerauscht ist.

Wir finden, es ist die vielleicht wichtigste Aufgabe der Kunst, diesen Moment zu ergreifen, um das eigene Sein ins Licht zu holen. Seine Fasern spürbar und greifbar zu machen, wie den liebsten Wollpullover im Herbst.

Es ist unsere Aufgabe, wahrhaftig zu leben. Kein ausgetauschtes Leben zu führen, kein anderes Leben zu führen. Wenn wir ernst nehmen, welche Chance unsere Existenz uns gibt, im Hier und Jetzt, wird ungeheure Kraft frei. Die Antworten purzeln dann wie Bäume. Antworten auf Fragen, die es nicht mehr braucht.

Das ist unser Anspruch an unser Leben. Wir nutzen unseren günstigen Moment so gut wir es nur können. Wir möchten träumen, wachrütteln und inspirieren, wir möchten die Schönheit zeigen, die allem Leben innewohnt und das all dieses Leben auf Mutter Erde verbunden ist.

Warum?

This is The Artist’s Job.